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Biographie der Band

Band-Bio von laut.de:
Das Hamburger Quartett But Alive gehört bis 1999 zu den einflussreichsten deutschen Punk-Bands und behauptet sich neben Wizo, den Boxhamsters oder Dackelblut über vier Platten und sieben Jahre hinweg an der Spitze der deutschen Punk-Bewegung.
Eigentlich als kleine Fun-Band gestartet entwickelte sich der politische Anspruch immer mehr als festes Markenzeichen der Gruppe heraus. Angespornt durch deutsche Formationen wie EA80 und vor allem Slime avancieren But Alive schnell zu einem der größten Sprachrohre der intellektuellen Punk-Szene. Wegen ihrer links-radikalen und hoch-politischen deutschen Texte darf man But Alive aber noch lange nicht mit den stumpfen Parolen der "Pöbel&Gesocks"-Punks gleichsetzen. Ihre Message ist in anspruchsvollen Lyrics versteckt, die nicht selten (auch von den eigenen Fans) falsch ankommen.
Nach einigen Bassisten findet sich schließlich das Line-Up um Marcus Wiebusch (Texter, Sänger und Gitarrist), Frank Tirado-Rosales (Schlagzeug), Hagen Van der Viren (Gitarre) und Torben Meissner (Bass) als festes Bandgefüge. Bis zur dritten Platte "Bis Jetzt Ging Alles Gut" sind But Alive noch Slogan-Lieferanten für die Szene und schaffen Klassiker wie "Nur Idioten brauchen Führer" oder "Ich möchte Ilona Christen die Brille von der Nase schlagen."

Mit Platte Nummer Vier "Hallo Endorphin" vollziehen But Alive einen markanten Wandel. Auf ihrem Klassiker benutzten die Hamburger erstmals Streicher, Bläser, Synthies und elektronische Samples. Auch die einst so trotzigen Texte fallen diesem Wandel zum Opfer, werden persönlicher und sehen längst nicht mehr alles so aussichtslos und schlecht wie früher. Die Szene steht daraufhin praktisch Kopf und wirft der Band Verrat, Ausverkauf und ein Abdriften in die Hamburger Schule vor, mit der But Alive nie wirklich etwas gemeinsam hatten.

"Alle Bands, die mir was bedeutet haben, haben sich entweder aufgelöst oder zu irgendeinem Zeitpunkt etwas verändert.", versucht sich Sänger Marcus Wiebusch in einem Interview zu rechtfertigen. Auch dass Punk für ihn in erster Linie nicht die Musik, sondern die Einstellung ausmacht, mag die Kritiker nicht beruhigen. Genervt von den prolligen Punk-Iros, von der Unbeweglichkeit einer Szene und auch von sich selbst geben But Alive 1999 ihre Trennung bekannt.

Hauptkraft Marcus Wiebusch werkelt erst mit Rantanplan ein bisschen umher, bei denen er zusammen mit But Alive-Basser Torben Meissner schon seit 1995 Ska-Punk aus Spaß an der Freude schrabbelt, bis er auch dort aussteigt um Kettcar zu gründen. Mit Frank Tirado-Rosales ist in der neuen Band auch ein altes But Alive-Gesicht wiederzufinden. Das bandeigene Label BA Records, auf dem die Weakerthans und Tomte ihre ersten Platten veröffentlichen, wird zusammen mit Thees Uhlmann zu Grand Hotel Van Cleef Records. Mit Platten von Olli Schulz, Marr und eben Kettcar sowie Tomte', bringt es den dringend benötigten frischen Wind in die deutsche Labellandschaft.


Auflösungserklärung der Band auf ihrer Homepage im Jahr 1999